Anfänger Blackjack-Strategie

 

MATHEMATISCHE GRUNDLAGE
Hohe Karten (io,J,Q,K,A) sind für den Spieler vorteilhaft, während niedrige Karten vorteilhaft für die Bank sind. Mit mehr ioen und Assen im Spiel, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler einen Black Jack erhält. Natürlich ist dieser Vorteil auch für die Bank gegeben, aber der Spieler gewinnt bei einem Black Jack im Verhältnis 3:2 (also das 1,5fache seines Einsatzes) während er bei einem Blackjack der Bank nur seinen einfachen Einsatz verliert. Darüber hinaus kann der Spieler bei vielen hohen Karten im Spiel häufiger durch Verdoppeln (Black Jack double down) gewinnen und die Bank wird häufiger durch „bust“ verlieren (also mehr als 21 Punkte haben), da die Bank weiterhin weiter bei 16 ziehen muss, auch wenn viele hohe Karten im Spiel sind.

Die Vorteile des Spielers
Gewinnt ein Spieler mit Black Jack, so gewinnt er im Verhältnis 3:2. Gewinnt jedoch der Dealer mit Black Jack, so gewinnt er nur im Verhältnis 1:1. Der Spieler ist frei in den Entscheidungen, ob er eine Karte verlangen soll oder nicht, bzw. wie er ein Ass bewerten soll — und er kann diese Entscheidungen abhängig vom Wert der ersten Karte des Croupiers treffen. Der Dealer aber ist in seiner Spielweise an eine starre Regel gebunden. Der Spieler kann mit einem aussichtsreichen Blatt den Einsatz vor einem Kauf verdoppeln und damit den Dealer zwingen, das Spiel zum doppelten Betrag fortzusetzen. Der Spieler kann zwei gleichwertige Karten teilen und so möglicherweise mit zwei Händen gegen den Dealer gewinnen.

Der Vorteil der Spielbank
Diesen Vorteilen steht natürlich ein — versteckter — Vorteil der Spielbank gegenüber. Wenn ein Spieler 21 Punkte überschreitet, so verliert er seinen Einsatz sofort. Wenn nun in demselben Spiel der Croupier ebenfalls die 21 Punkte überschreitet, so bleibt das Spiel für den Spieler verloren und gilt nicht als unentschieden, er erhält ja seinen Einsatz nicht mehr zurück.
Aus dieser Ungleichheit resultiert der Bankvorteil, der mathematisch dem Erwartungswert für die Einnahme der Spielbank pro gesetztem Euro entspricht.

Mathematische Analyse
Die erste mathematische Analyse des Black Jack wurde 1956 veröffentlicht. Dabei wurde eine optimale Strategie für den Spieler unter der Annahme berechnet, dass mit unendlich vielen Paketen gespielt wird, d.h. dass etwa die Wahrscheinlichkeit, als nächste Karte z.B. ein Ass zu ziehen, stets 1/13 beträgt — unabhängig davon, wie viele Asse und wie viele Karten bereits aus dem Schlitten gezogen worden sind. Die so erzielten Ergebnisse stellen eine gute Näherung dar für das reale Spiel mit beispielsweise 312 Karten. Wenn ein Spieler eine Runde mit einem Einsatz von 100 € beginnt und er sich in jeder Situation im Sinne der Wahrscheinlichkeitsrechnung optimal entscheidet, so steigert er — infolge der Möglichkeiten zu teilen bzw. zu verdoppeln — seinen Einsatz im Mittel auf 111,67 € und verliert im Mittel 0,53 € je Spiel. Der Bankvorteil beträgt dann gerade 0,475%, was verglichen mit anderen Spielen, die in Spielbanken zu finden sind, sehr niedrig ist. Zum Vergleich: Der Bankvorteil bei den einfachen Chancen des Roulette beträgt 1,35%, bei den mehrfachen Chancen 2,70 %.
Diese sollte jeder innerhalb kürzester Zeit beherrschen und damit sein Blackjack-Spiel schon entscheidend verbessern.

Hält man sich an die Vorgaben der Basis Strategie und weicht niemals davon ab, reduziert man den Haus-Vorteil des Casinos auf unter 1 %. Das ist damit weniger als beim Roulette oder jedem anderen Casino-Spiel.
Wer sich nur einen schnellem Überblick verschaffen will, ist damit gut bedient. Alle anderen können dieses Kapitel überspringen und zur Basic Strategy weitergehen. Die Easy Strategy hat mit der ausführlichen Basic Strategy gemeinsam, dass man seine Entscheidung immer von der Karte des Dealers abhängig macht. In der folgenden Tabelle kann man sehen, was man mit der eigenen Karten-Kombination, macht, je nachdem, welche Karte der Dealer offen zeigt.